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Lichttherapie

Wann wird die Lichttherapie angewendet?

In der dunklen Jahreszeit sinkt durch den Mangel an Licht bei einer Vielzahl von Menschen die Stimmung. Bei einigen von ihnen wirkt sich dies als Depression (sog. saisonal abhängige Depression), mit Störungen des Antriebs, der Stimmung, aber auch Schlafstörungen, aus. Hier kann, wie in einer Vielzahl von Studien nachgewiesen wurde, die Lichttherapie helfen.

Wie funktioniert die Lichttherapie?

Bei der Lichttherapie werden die Patienten 30 Minuten, in aller Regel ein- bis zweimal pro Woche, einer sehr hellen Lichtquelle, deren Frequenzen ähnlich denen der Sonne sind (allerdings ohne die schädliche UV-A und -B-Strahlung) ausgesetzt. Bei entspannender Musik kann dann das Lichtdefizit ausgeglichen werden, um so die depressiven Gefühle ohne Nebenwirkungen zu reduzieren.

Die Zeit der lichtarmen Tage und langer dunkler Winternächte rückt wieder bedrohlich schnell näher. Viele Menschen, insbesondere in  hiesigen Regionen reagieren darauf erschöpft, tagesmüde, niedergeschlagen, auf der anderen Seite mit Heißhungerattacken, speziell auf Süßes: alles Vorläuferzeichen wie zum „Winterschlaf“, auch als SAD (saisonal abhängige Depression) bezeichnet.

Bei zahlreichen vegetativen Störungen ist Lichtbestrahlung von Bedeutung. Das beste Beispiel sind depressive Erkrankungen, insbesondere die Depressionen, die gehäuft in den dunklen Jahreszeiten auftreten. Mit der Belichtung der Netzhaut wird über das Auge die Zirbeldrüse und die dortige Hormonproduktion beeinflusst. Im Mittelpunkt steht Melatonin, das in höherer Dosis Depressionen verursacht und zu Müdigkeit führt.

Ursachen

Die Netzhaut erhält zu wenig Licht, diese steht in direkter Verbindung zur Zirbeldrüse. Die Zirbeldrüse ist zuständig für den emotionalen Körperhaushalt und reguliert über die Ausschüttung von Melatonin unsere Grundstimmung.

Symptome

Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, verringertes Selbstwertgefühl. Angst bis hin zu Panikattacken, Energieverlust. Erhöhtes Schlafbedürfnis, der Schlaf ist aber nicht erholsam. Heißhunger, meist auf Süßes und auf Kohlenhydrate was zur Gewichtszunahme führt. Zeitraum der Depression: meist von September/Oktober bis März /April

Betroffene

ca. 2 bis 15 % aller Erwachsenen. Frauen sind viermal so häufig betroffen wie Männer. familiäre Vorbelastung mit Depressionen.  Patienten aller Altersgruppen . Erste Symptome zeigen sich oft schon in der Kindheit.

Diagnosestellung

Regelmäßig auftretende depressive Episoden von Herbst bis Frühjahr, volle Rückbildung über die Sommermonate (Symptomfreiheit mind. 2 Monate). Auftreten in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren.

Lichttherapiegeräte